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Der »Aktion Libero«-Shop

Tschüss, Winterpause, es war nett mit dir. Aber jetzt sind wir des Däumchendrehens müde und freuen uns, dass endlich wieder der Ball rollt. Und da wir finden, der Rückrundenstart und der nahende Frühling sind eine wunderbare Gelegenheit, um Farbe zu bekennen, präsentieren wir heute – tataaa! – den »Aktion Libero«-Onlineshop.

Zwar ist die »Aktion Libero« eine Initiative von Blogger(inne)n, doch auch außerhalb des Webs kann man gar nicht genug auf homophobes Verhalten rund um den Fußball aufmerksam machen. Jeder, dem die Aktion am Herzen liegt, hat die Möglichkeit, auch optisch einen Teil dazu beizutragen. Also schaut sie euch mal an, all die bunten Säue und Säcke und die eleganten Liberos in unserem Kaufladen. Farblich dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Wir sind gespannt auf euer Feedback. Falls ihr Sonderwünsche bezüglich Produkt oder Aufdruck habt, gebt uns bitte Bescheid.

Hier geht’s zum Shop.

Hinweis: Das einzige Produkt, bei dessen Verkauf ein Erlös an uns abfällt, ist der »Sponsorenpott«. Alle anderen Artikel beinhalten keine Provision, sondern werden zum Herstellungspreis angeboten. Falls ihr uns mit dem Erwerb des Potts finanziell unterstützen möchtet, freuen wir uns sehr. Das Geld würde zweckgebunden für die »Aktion Libero« genutzt.

20. Januar 2012 von Aktion Libero (st)
Kategorien: Allgemein, Teilnehmer | 4 Kommentare

macrophon.fm

macrophon.fm ist das Studentenradio der MHMK (Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation) in München, jeden Montagabend läuft dort die Sendung »OhrSport«.

In der vergangenen Woche lautete das Thema »Homosexualität im Sport«, und dazu haben sich die Moderatoren Matthias Faidt und Robert Simbeck einen Studiogast eingeladen: Max-Jacob Ost ist nicht nur Sportjournalist bei Spox.com, sondern hat auch die Planung der »Aktion Libero« begleitet und unterstützt. Bei macrophon.fm spricht er unter anderem über die Beweggründe der Initiative, über Outings im Fußball und die Rolle der Medien.

Hier der Zusammenschnitt des Gesprächs:

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Download der MP3-Datei (15:21 Minuten, 14,1 MB)

21. Dezember 2011 von Aktion Libero (st)
Kategorien: Resonanz | 1 Kommentar

Lilabunt trifft Königsblau

Wenn am Samstagabend der FC Schalke 04 in der Veltins-Arena den SV Werder Bremen empfängt, ist das – zumindest was die Ansetzung betrifft – ein echtes Topspiel. Ein vorweihnachtliches Highlight für jeden Fußballfan und ein würdiger Rahmen für eine Aktion, die in der Hinrunde dieser Saison genau wie die beiden Kontrahenten schon ganz ordentlich für Furore gesorgt hat. Schalke und Bremen hatte man natürlich auf dem Zettel, mit der Initiative »Fußballfans gegen Homophobie« hat hingegen vor dieser Saison niemand gerechnet. Morgen präsentiert der 1. Diversity S04-Fanclub »Andersrum auf Schalke« gemeinsam mit der Schalker Fan-Initiative und dem Schalker Fanprojekt das Aktionsbanner in Gelsenkirchen.

Schalke ist bereits Station 17 einer Reise, die im Sommer mit einem Spaziergang durch ein paar kleinere Stadien begann und schnell eine beeindruckende Eigendynamik entwickelte. Christian Rudolph, einer der Mitinitiatoren von der Abteilung Aktive Fans des Vereins Tennis Borussia Berlin, ist begeistert: »Ich freue mich auf die Rückrunde und bin sehr gespannt, wie das alles noch weitergeht.« Einige Stationen des lila Banners für 2012 stehen bereits fest – zum Rückrundenstart geht es zum Beispiel zum 1. FC Nürnberg, auch der Wiener Sportklub wird mitmachen. Nach wie vor kann sich jede Fangruppierung, der die Aktion gefällt und die auch im eigenen Stadion ein deutliches Zeichen gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben im Fußball setzen möchte, mit den Initiatoren aus Berlin in Verbindung setzen.

Am Samstagabend beim Spitzenspiel heißt es also Ausschau halten nach dem sechs Meter langen Transparent, das die Schalker zum Hinrundenfinale in ihrer Arena zeigen. Nachdem die dpa in dieser Woche einen Bericht über die Aktion gebracht hat, der dann in Dutzenden Online- und Printmedien erschien, ist die Aufmerksamkeit noch einmal gestiegen – die Aktion spricht sich immer mehr herum, im Stadion und darüber hinaus. Ein ermutigendes Zeichen und ein schönes Feedback für eine bemerkenswerte Faninitiative.

(Video: Die »Fußballfans gegen Homophobie« zu Besuch beim FC St. Pauli. Ein Filmteam von »Du hast die Macht« war dabei.)

16. Dezember 2011 von Aktion Libero (st)
Kategorien: Allgemein | Schreibe einen Kommentar

Schwuler Holländer

Es gibt Leute, die der Meinung sind, ich sei nur schwer aus der Ruhe zu bringen. Das mag von außen so scheinen und auch von innen betrachtet gelegentlich stimmen. Und doch wäre ich manchmal gerne deutlich ruhiger und souveräner. Souveräner in der Wortwahl, im Tonfall, im Gestus.

Kürzlich habe ich wieder einmal ein solche Situation erlebt. Ich war im Fußballstadion, es lief nicht so ideal, und unsere Anhänger hatten einen niederländischen Spieler des Gegners als bösen Buben ausgemacht. Also erinnerte man sich traditionellen Liedguts. Bereits vor Jahren, als in der Champions League Saison regelmäßig kurz vor Spielschluss der Einmarsch der Ordner, die gar nicht so sehr an Gladiatoren gemahnten, in ihren orangefarbenen Leibchen anstand, hatte der Gesang »Schwule, schwule Holländer« Einzug gehalten, vielleicht auch noch früher, ich weiß es nicht genau. Und nun war es wieder soweit.

Ich stand dabei, rang nach Souveränität, war halbherzig bemüht, an mich zu halten, doch irgendwann konnte ich nicht mehr. Also hörte ich, natürlich just in jenem Moment, als alle anderen Pause machten, jemanden mit meiner Stimme rufen:

»Könnt Ihr auch mal lustig schimpfen?«

Mal lustig schimpfen? Hatte ich das tatsächlich gerade gesagt? Oder vielleicht auch »was Lustiges schimpfen«, so ganz genau weiß ich das nicht mehr, ich war ja, wie erwähnt, nicht mehr der Souverän meiner Worte und vielleicht auch meines Denkens. Aber »mal lustig schimpfen«? Geht’s noch? Irgendwie drang dann auch recht rasch zu meinem Gehirn vor, dass dieser Zwischenruf kein Ruhmesblatt gewesen war, und unter zunehmendem Verlust meiner, wie soll ich sagen, Nonchalance Zurechnungsfähigkeit, fuhr ich fort:

»Scheiß homophobes …«

An dieser Stelle, so glaube ich mich erinnern zu können, hätte eigentlich »Gebrüll« folgen sollen, doch irgendwie erschien mir das nicht mehr ausreichend, und ich entschied mich für

»… Pack!«

Oha. Da war sie also wieder, diese Situation, wenn man weiß, dass man die Kontrolle ein wenig verloren hat und gleichzeitig eben gerade nicht weiß, was wohl als Nächstes passiert. Und sich zudem, und das ist mir wichtig, seiner Wortwahl schämt.

Es war erstaunlich ruhig. Ein paar Leute lachten, vereinzelt meine ich ein zustimmendes Nicken vernommen zu haben, die Wenigsten drehten sich um (ich stand ganz hinten). Dennoch entstand ein heftiger Wortwechsel, und zwar mit einem von mir sehr geschätzten langjährigen Stadionnachbarn. Wir waren beide erregt und sagten weitere Dinge, die man nicht sagen sollte – ohne im engeren Sinne beleidigend zu werden, möchte ich dann doch betonen -, und natürlich ging es dabei auch um die Frage, wes Geistes Kind man wohl sei, wenn man andere Menschen in beleidigender Absicht als »schwul« bezeichnet – was meinen Gesprächspartner offensichtlich, und glaubwürdig, sehr kränkte. Oder eben: ob es über die Geisteshaltung gar nichts aussage.

Nach kurzer Zeit wandte jeder seinen Blick wieder auf das Spielfeld, wir schwiegen kurz, feuerten unsere Mannschaft an und ärgerten uns über das, was einen bei so einem Fußballspiel halt so ärgert. In der Pause sprachen wir darüber. Darüber, dass dieser Gesang nicht homophob gemeint sei. Und darüber, was wohl die, was weiß ich, 30? 40? 50? schwulen Fans in unserem Block davon gehalten haben mögen. Es war ein kurzes, aber gutes Gespräch.

Dass das Lied danach nicht mehr angestimmt wurde, will ich mir keineswegs ans Revers heften. Ich will auch nicht darauf hinaus, dass ich ein toller Typ sei, ganz gewiss nicht. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ohne die intensive Beschäftigung mit der Thematik in den letzten Wochen vermutlich nur schweigend den Kopf geschüttelt hätte. Den unbedingten Drang, das nicht so einfach hinzunehmen, und wohl auch den Mut – ich traue mich ja nicht einmal, ein Lied anzustimmen – hätte ich wohl nicht gehabt.

Fühlt sich gut an, irgendwie, das gebe ich zu. Aber darum geht es nicht. Sondern darum, dass es einfach nach wie vor Alltag ist. Unreflektierter Alltag. Im Vorfeld des Aktionstages der Aktion Libero hatte ich mit Leuten Kontakt gehabt, die sich in der hiesigen Fanszene besser auskennen als ich, und sie hatten mir glaubhaft versichert, dass dort eine hohe Sensibilität für das Thema vorhanden sei, und dass große Fangruppierungen darauf achteten, homophobe Schmähungen zu vermeiden. Glaubhaft übrigens nicht zuletzt deshalb, weil diese Aussage von potenziell Geschmähten kam.

Leider ist diese Sensibilisierung noch nicht überall angekommen. Und doch glaube ich nach wie vor, vielleicht mehr noch als zuvor, dass der richtige Weg eingeschlagen ist.

PS: Ich will keineswegs verschleiern, dass es um Fans des VfB Stuttgart im Spiel gegen den FC Bayern München ging. Allerdings halte ich diese Information in diesem Kontext nicht für sonderlich relevant, sondern – ohne es belegen zu können – für austauschbar.

12. Dezember 2011 von Aktion Libero (hk)
Kategorien: Allgemein | 5 Kommentare

change your mind, Uber Football

Das Blog change your mind findet die »Aktion Libero« unterstützenswert und entdeckte am vergangenen Wochenende gleich zwei plakative Beispiele für Homophobie in den Fanblocks.

Und auch das englischsprachige Fußballblog Uber Football weist auf die »Aktion Libero« hin.

01. Dezember 2011 von Aktion Libero (st)
Kategorien: Resonanz | Schreibe einen Kommentar

Zeit, Raum

Der Aktionstag war am 16.11.2011 – er ist nicht Ende, sondern Anfang.

Mehr als 100 Weblogs haben das Aktionsmotiv auf ihren Seiten gezeigt, die Sportblogs haben ihre Haltung öffentlich gemacht. Der Weg dorthin war anstrengend und er war aufregend: Es hat Wochen gedauert, diese gemeinsame Aktion vorzubereiten, mehr als zwanzig Menschen haben zuletzt daran gearbeitet, nicht gezählt bleiben all jene dort draußen, die es uns leichter gemacht haben. Danke dafür.

Wir haben durchgeatmet und all das Revue passieren lassen, nun geht es weiter. Wir räumen auf, uns selbst und die Werkzeuge, damit Platz ist für neue Gedanken: Was können wir tun, und was sollten wir lassen? Können wir dazu beitragen, dass das Umfeld im Profifußball erkennbar toleranter wird? Und auf welche Weise kann das geschehen? Wo müssen wir nachhaken, was sollten wir uns ansehen, können wir aufklären oder informieren, mit wem sollten wir sprechen, und wem müssen wir zuhören?

Die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß, vom Selbstverständlichen bis hin zum Gewagten öffnet sich ein weites Spektrum an Optionen. Noch denken wir darüber nach, was als nächstes zu tun ist: Wenn du selbst mitdenken willst, mitarbeiten, dann schreib uns doch mal, wir sind da. Aber auch wenn du nur einen Gedanken hast, den du für wichtig hältst – immer her damit, es gibt viel Raum für gute Ideen.

Über Spruchreifes werden wir hier berichten, vielleicht auch das ein oder andere Unausgereifte zur Diskussion stellen. Wir sind gespannt, was da kommt. Von euch, und von uns.

25. November 2011 von Aktion Libero (hm)
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netzathleten

»Jeder der mitmacht, erhöht die Chance, dass sich die Unbelehrbaren eines Besseren besinnen.«

Genau.
Die netzathleten über die »Aktion Libero«.

21. November 2011 von Aktion Libero (st)
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Goal.com

Uli Pingel schreibt in dieser Saison eine wöchentliche Kolumne für Goal.com, diesmal fiel es ihm schwer – zu sehr waren die letzten Tage geprägt von schlechten Nachrichten. Die »Aktion Libero« ist für ihn Lichtblick:

Für heute gebe ich nur jedem noch eine Information weiter: Seit der vergangenen Woche gibt es die Initiative »Aktion Libero«.

21. November 2011 von Aktion Libero (hm)
Kategorien: Resonanz | Schreibe einen Kommentar

Sportradio360

Die Experten vom Sportradio360 berichten in Episode 28 ihres wöchentlichen Fußballtalks über die »Aktion Libero«. Gleich zu Beginn der Sendung ist die Aktion kurz Thema, detaillierter geht es dann im zweiten Teil im »Liga-Globus« zu, wo Patrick Völkner Hintergründe und Mitmachmöglichkeiten erklärt (ab Minute 13:50).

20. November 2011 von Aktion Libero (st)
Kategorien: Resonanz | Schreibe einen Kommentar

dbna, Schwulissimo, sportnet.at

Das Onlinemagazin dbna titelt: »Demonstration gegen Homophobie«, auch Schwulissimo greift die »Aktion Libero« auf. sportnet.at fragt: »Homosexualität im Fußball – geht das überhaupt?!«, und weist auch auf das Hamburger Fußballturnier Startschuss Masters hin, bei dem sich Bastian Reinhardt (HSV) und Dr. Bernd-Georg Spies (St. Pauli) vor Kurzem zu homophobem Verhalten im Fußball äußerten.

20. November 2011 von Aktion Libero (st)
Kategorien: Resonanz | Schreibe einen Kommentar

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